Wie Sie Ihre Waren nachhaltig verpacken und versenden

Wie Sie Ihre Waren nachhaltig verpacken und versenden

Redaktion

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Haben Sie sich jemals gefragt, wie viele Sendungen in Deutschland verschickt werden? Vielleicht schon, mit der tatsächlichen Menge haben Sie wahrscheinlich nicht gerechnet. Denn im Jahr 2024 waren es rund 4,3 Milliarden Warensendungen – darunter auch jede Menge große Pakete mit Füllmaterial aus Plastik und vielen Werbeflyern darin.

Umweltfreundlich sind diese Zugaben nicht gerade. Möchten Sie erfahren, wie Sie es besser machen können, hilft ein Blick auf die folgenden Zeilen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein passgenauer Karton reduziert Verpackungsmüll und spart Materialkosten.
  • Wellpappe ist stabil, recycelbar und kann mehrfach wiederverwendet werden.
  • Bedruckte Kartons oder Klebebänder ersetzen unnötige Werbeflyer.
  • Altpapier oder Holzwolle sind nachhaltige Alternativen zu neuem Füllmaterial.
  • Papierklebeband sichert die Sendung zuverlässig und ist umweltfreundlich entsorgbar.

Was zeichnet einen nachhaltigen Versandkarton aus?

Nicht erst seit den Corona-Jahren bestellen sich Kunden ihre Waren gern per Post nach Hause. Allerdings erlebte der Online-Handel mit der Pandemie einen deutlichen Aufschwung. Seither steigt die Zahl der Sendungen, die jährlich von deutschen Paketdiensten transportiert werden müssen. Allein am 02. Dezember 2024 sortierte das Paket- und Postnetz der DHL innerhalb von 24 Stunden mehr als zwölf Millionen Pakete.

Durch die steigende Anzahl von Online-Sendungen rückt deren Nachhaltigkeit zunehmend in den Blick der Öffentlichkeit. Das wiederum bringt zahlreiche Unternehmen ins Grübeln. Wie werden die von ihnen verschickten Pakete möglichst umweltfreundlich?

Auf die Größe kommt es an

Die erste Maßnahme besteht darin, einen passgenauen Karton als Verpackung auszuwählen. Wird nur das Material verwendet und verschickt, das tatsächlich benötigt wird, spart das nicht nur Kosten. Auch den Verpackungsmüll können Sie dadurch reduzieren.

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Sinnvoll sind Kartons aus Wellpappe. Ebenso wie Graupappe ist das nachhaltige Material leicht recycelbar. Aufgrund ihrer hohen Stabilität können die Kunden die Verpackungen zudem öfter wiederverwenden. Mehr als 20-mal lässt sich die Verpackung als solche nutzen und verschicken, sofern sie nicht beschädigt ist.

Von wegen nur Grau in Grau

Der Karton mit Ihrer Sendung muss übrigens nicht langweilig grau-braun daherkommen, sondern kann gleichzeitig als Werbeträger fungieren. Dafür können Sie ihn mit Ihren Unternehmensfarben sowie dem Logo oder einem Slogan bedrucken lassen. Alternativ kommt ein individuell bedrucktes Klebeband als Blickfang infrage.

Der Vorteil an beiden Varianten: Zusätzliche Werbeflyer sind überflüssig. Das spart Geld, Rohstoffe und Abfall.

Möchten Sie nur einen kleinen Hingucker auf der Versandverpackung platzieren, können Sie sich auch für einen Aufkleber entscheiden. Bedenken Sie jedoch, dass dadurch etwas mehr Verpackungsmüll anfällt.

Wie Ihre Kunden den Sticker genau entsorgen müssen, ist materialabhängig. Das kann verwirrend sein und dem Ziel, Verpackungen nachhaltiger und dennoch kundenfreundlich zu gestalten, im Weg stehen.

Ist Füllmaterial überhaupt nachhaltig?

Öffnen Kunden einen Versandkarton, schaut ihnen statt dem ersehnten Produkt oft zunächst graues oder farbenfrohes Füllmaterial entgehen.

Die Papierschnipsel oder Schaumstoffstücke dienen der eigentlichen Sendung als Stoß- und Fallschutz. Ganz darauf verzichten sollten Sie darauf also nicht – zumindest dann nicht, wenn Sie zerbrechliche oder materialempfindliche Produkte an Ihre Kundschaft versenden wollen. Denn fehlt die Dämpfung, wächst das Risiko für Materialschäden. Diese können wiederum aufwendige und die Umwelt unnötig belastende Retouren nach sich ziehen.

Möchten Sie für das Polstermaterial keine neuen Rohstoffe ver(sch)wenden, nutzen Sie die Ressourcen, die bereits vorhanden sind. Zerkleinern Sie Altpapier, um es als Polsterung der Sendung beizulegen.

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Der Vorteil: Sie müssen nicht extra neues Füllmaterial anschaffen und können dadurch Kosten sparen.

Liegt Ihrem Unternehmen Nachhaltigkeit besonders am Herzen, können Sie zu wiederverwendbarem Füllmaterial greifen. Eine Variante ist unbehandelte Holzwolle. Sie erfüllt ihre Rolle als Dämpfer ebenso zuverlässig wie Papierschnipsel oder Schaumstoff.

Zudem können die Kunden sie leicht auf dem Kompost entsorgen oder einem neuen Zweck zuführen. Holzwolle lässt sich etwa im Ofen als Anzündmaterial oder als Winterschutz im Blumenbeet verwenden.

Nachhaltige Pakete sicher verschließen

In früheren Zeiten wurden Kartons mit einem Stoff- oder Sisalband verschlossen. Allerdings birgt diese Variante viele Risiken. Das Material kann reißen und die Sendung dadurch Umwelteinflüssen preisgeben.

Als sicherer Verschluss kommt Klebeband infrage. Klassischerweise besteht dieses aus zwei Komponenten: dem Klebstoff und dem Trägermaterial. Bei Letzterem handelt es sich meist um Kunststofffolien aus Polypropylen oder PVC.

Suchen Sie nach einer umweltfreundlicheren Lösung, entscheiden Sie sich für Papierklebeband. Bei diesem wird das Trägermaterial aus einem reißfesten Papier hergestellt.

Daraus ergeben sich mehrere Vorteile. Zum einen können die Kunden Karton und Papierklebeband unkompliziert im Altpapier entsorgen. Zum anderen lässt sich das Klebeband auf Papierbasis individuell gestalten.

In Sachen Klebekraft steht es seinem klassischen Pendant übrigens in Nichts nach. Für leichte bis mittelschwere Sendungen reichen meist ein bis zwei Streifen aus. Verschicken Sie besonders schwere Produkte, kann es dagegen sinnvoll sein, das Papierklebeband mehrlagig auf der Öffnung des Versandkartons aufzutragen.